Kita könnte neben Grillwelt entstehen

Von Tristan Krämer, 30.10.19, RGA Bericht

Erst an die Schaufel, dann an den Grill hieß es beim Spatenstich am Mittwoch für (v.l.) Harald Windgassen (Architekturbüro Quintiliani-Windgassen), Baudezernent Peter Heinze, die Grillardor-Vertreter Frederik Kappenstein und Arndt Krienen sowie Antonio Quintiliani (Architekturbüro Quintiliani-Windgassen). Foto: Michael Schütz

 

Bild: Michael Schütz

Mit einem außergewöhnlichen Spatenstich begann am Mittwochnachmittag der Bau der Grillardor-Erlebniswelt auf dem Grundstück der alten Straßenmeisterei an der Lüttringhauser Straße. Außergewöhnlich nicht nur deshalb, weil die Gäste beim symbolischen Akt standesgemäß mit besonderen Spezialitäten vom Grill verköstigt wurden. Sondern vielmehr, weil die Verantwortlichen für das Konzept, das ab Frühsommer 2020 einen Fachmarkt für Grills und Grillzubehör sowie Gastronomie vereint, noch einige faustdicke Überraschungen parat hatten.

„Es gibt Überlegungen seitens der Stadt, neben der Grillardor-Erlebniswelt eine Kindertagesstätte zu errichten“, gab Frederik Kappenstein, Vorstand der Grillardor AG und selbst Lenneper, bekannt.

Stellflächen könnten Bring- und Abholverkehr entzerren

Baudezernent Peter Heinze bestätigte das. „In Lennep gibt es einen erheblichen Bedarf an Kita-Plätzen. Deshalb prüfen wir gerade nach allen Regeln der Kunst ab, wie die Idee zu realisieren ist“, sagte Heinze. Es müsse geklärt werden, in welcher Größe eine Kita gebaut werden könnte und wie diese zu erschließen wäre. Er halte den Plan aber für genehmigungsfähig und dank der Voraussetzungen, die durch den Bau des Grillfachmarkts auf dem Grundstück an der Lüttringhauser Straße entstehen, für gut umsetzbar.

Finanziert und gebaut werden würde die Kita durch die Grillardor AG. Die Stadt würde das Gebäude anschließend anmieten. Sollten die Pläne konkret werden, verzichte die Grillardor AG auf die Wohnbebauung, an deren Stelle die Einrichtung gesetzt würde, erklärte Frederik Kappenstein. „Beide Nutzungen lassen sich hervorragend ergänzen. Niemand würde sich stören. Im Gegenteil: Für den oft enormen Bring- und Abholverkehr der Kita könnte die Parkfläche von Grillardor mitgenutzt werden“, so der Vorstand.

Doch die Kitapläne waren nicht die einzige Überraschung beim Spatenstich. Ein Grillstand sowie übergroße Werbefiguren von Holzkohlesäcken kündeten von einem namhaften Unternehmen, das in die Grillardor-Erlebniswelt einziehen wird: Die Weber-Stephen Deutschland GmbH, den meisten besser bekannt als „Weber Grill“, eröffnet auf rund der Hälfte der insgesamt 2000 m² Erlebniswelt einen „Weber Original Store“. Hier sollen über 75 verschiedene Grills und Grillzubehör der Marke präsentiert werden. Zudem werden Live-Grill-Shows gezeigt und in der „Weber Grill Academy“ können Interessenten in Kursen die Produkte testen und ihre eigenen Grillfähigkeiten ausbauen.

Grillwelt: Eröffnung soll im Frühsommer 2020 sein

„Hier in Remscheid entsteht der größte ,Weber Original Store’ in Deutschland und einer der größten in Europa“, betonte Frank Rommersbach, Geschäftsführer Vertrieb bei Weber. Das Konzept von Frederik Kappenstein und Arndt Krienen als Aufsichtsratsvorsitzendem der Grillardor AG, habe überzeugt. „So etwas ist auch für uns bei Weber vollkommen neu. Aber das emotionale Produkt des Grillens mit einem Erlebnischarakter zu verbinden – das passt einfach“, ist sich Rommersbach sicher.

Im Grillfachmarkt der Grillardor-Erlebniswelt sollen Kunden neben Weber-Produkten auch solche aus der Region finden – Fleisch, Soßen, Gewürze und Zubehör. Ein Bistrobereich lädt zum Probieren von Grillspezialitäten vor Ort ein und eine teilweise überdachte Piazza kann für Grillkurse und Grillevents – etwa bei Firmenveranstaltungen – gemietet werden.

Ob der geplante Eröffnungstermin im Frühsommer 2020, und damit noch vor der erfahrungsgemäß grillreichen Zeit der anstehenden Fußball-Europameisterschaft, zu halten sein wird, könne niemand garantieren, gab Kappenstein zu. „Das ist ehrgeizig – aber wir werden alles dafür tun, um den Termin zu halten“, so der Vorstand der Grillardor AG, die bei ihrem Vorhaben auf die Erfahrung der Remscheider Dohrmann GmbH setzt.

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