Bagger schaffen Platz für die neue Grillwelt

Von Tristan Krämer, 29.07.19

Bild: Roland Keusch

Auf dem Gelände der alten Straßenmeisterei werden seit Montag die Pläne für eine Grill-Erlebniswelt Realität. Bagger haben damit begonnen, das brachliegende Gelände an der Ringstraße/ Ecke Lüttringhauser Straße für den Bau eines Grillfachhandels mit Gastronomie und Veranstaltungsfläche sowie zweier zweigeschossiger Wohngebäude vorzubereiten. „Die Baustelle ist eingerichtet und wir haben mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen“, erklärt Frederik Kappenstein, Vorstand der Grillardor AG. Kappenstein setzt das Projekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als zehn Millionen Euro gemeinsam mit Arndt Krienen um. Eineinhalb Monate, schätzt Kappenstein, dürfte der Abriss der Gebäude der alten Straßenmeisterei dauern. Anschließend geht es an die nächsten Schritte.

Wie berichtet, wollen die beiden Remscheider Kappenstein und Krienen unter dem Namen Grillardor Einkaufen mit Erlebnis verbinden. Zum einen soll ein Grillfachmarkt auf 800 Quadratmetern Fläche unter anderem Kohle-, Gas-, Elektro- und Pelletgrills bekannter Grillmarken sowie das dazugehörige Grillwerkzeug wie Roste, Messer und Fleischwaren sowie Soßen bieten.

„Wir halten am geplanten Eröffnungstermin fest.“
Frederik Kappenstein

Investor lobt die Zusammenarbeit mit der StadtFlankiert wird der Fachmarkt von einem Gastronomiebereich auf rund 250 Quadratmetern plus einem Außenbereich von rund 300 Quadratmetern. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf Grillgerichten. Abgerundet werden die Grillardor-Pläne durch eine bis zu 500 Quadratmeter große Veranstaltungsfläche auf der Betriebsfeiern und Hausmessen lokaler Unternehmen stattfinden sollen. Stichwort lokale Unternehmen: „Als Generalunternehmer für das Projekt haben wir die August Dohrmann GmbH gewinnen können“, sagt Kappenstein. Damit setzen die Investoren von Beginn an auf Regionalität. Diese hatten sie bei der Vorstellung des Projektes Ende vergangenen Jahres auch für das Konzept der Grill-Erlebniswelt angekündigt.

Steaks, Würstchen und andere Lebensmittel sollen von örtlichen Metzgereien und Gemüsehändlern kommen, mit dem Remscheider Bräu wollen die Macher ein Grillbier entwickeln und beispielsweise Schneidwaren, die es im Fachmarkt zu kaufen geben wird, sollen aus Solingen kommen.

„Parallel zu den Arbeiten auf dem Gelände laufen schon Gespräche mit potenziellen Partnern“, sagt Frederik Kappenstein. Am Ende könnte auch eine in Remscheid gefertigte Eigenmarke von Grillardor stehen, die es schließlich im Markt zu kaufen gibt. Im Januar hatte der Hauptausschuss dem Verkauf dem bis dahin in städtischem Besitz befindlichen rund 7700 Quadratmeter großen Grundstück an der Ringstraße zugestimmt. Dieses war bis Mitte der 1990er Jahre als Straßenmeisterei genutzt geworden. 1993 kaufte es die Stadt Remscheid dem Landesbetrieb Straßen ab.

Investor lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt

Anfang Juli erfolgte dann der nächste Schritt: Der Rat beschloss den dazugehörigen Bebauungsplan, der das Gebiet als Mischgebiet für Gewerbe- und Wohnbebauung auszeichnet. Angesichts der nun gestarteten Abrissarbeiten bleiben die Investoren optimistisch, den geplanten Eröffnungstermin halten zu können. Zur Fußball-Europameisterschaft, die im Juni 2020 startet, soll die Grillardor-Erlebniswelt fertig sein. „Daran halten wir fest“, so Kappenstein, der in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch die Stadt lobt: „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend.“

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